Roland Nachtigäller ist Künstlerischer Leiter des Marta Herford

Am 1. Januar 2009 übernimmt Roland Nachtigäller die künstlerische Leitung des Marta Herford. Zuvor leitete Nachtigäller fast sechs Jahre die Städtische Galerie Nordhorn. 1960 in Dortmund geboren studierte er in Kassel Kunst, Visuelle Kommunikation, Germanistik
und Medienpädagogik. Erste Erfahrungen im Ausstellungswesen sammelte er als wissenschaftlicher Assistent von Dr. Veit Loers am Museum Fridericianum in Kassel. 1991 wurde er in die Führungsmannschaft der documenta 9 berufen und zeichnete u. a. für die Publikationsabteilung (Katalog, Kurzführer und mehr) verantwortlich. Als freier Autor und Kurator war er anschließend an vielen Ausstellungsprojekten beteiligt und realisierte zwischen 1998 und 2000 gemeinsam mit Martin Köttering in Nordhorn das Skulpturenprojekt »kunstwegen«.

2001 verwirklichte er für das Kasseler documenta Archiv in der Kunsthalle Fridericianum die Ausstellung »Wiedervorlage d5«, die nicht nur eine breite Materialauswahl inszenierte, sondern mit großen Beiträgen von fünf zeitgenössischen Künstlern auch eine ungewöhnliche Präsentationsform wählte. 2007 eröffnete das von ihm konzipierte und betreute künstlerische Freilandlabor »Feldversuche« in der Seegeniederung an der Elbe. In Nordhorn konzipierte er u. a. die thematischen Ausstellungen »Plastik Plüsch und Politik – Reflexe der 70er Jahre in der Gegenwartskunst« (2003), »Daheim in der Fremde – Fremd in der Heimat« (2004), »Modellräume – Bühnen, Spielfelder, Versuchsanordnungen« (2005), »Wucherungen und Wandnahmen« (2006) oder »Türkisch Delight« (2007).

Größere Ausstellungsprojekte realisierte er u. a. mit Martin Walde, Andreas Gefeller, Korpys/
Löffler, Adrian Schiess, Hermann Maier Neustadt, Matthias Bitzer, Franka Hörnschemeyer,
Hans Hemmert oder Jürgen Stollhans. Roland Nachtigäller ist Geschäftsführer der kunstwegen EWIV und Mitglied der IKT (International Association of Curators of Contemporary Art). Er sprach als Gastdozent an verschiedenen Hochschulen, u. a. in Angers (F), Weimar oder Münster.

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